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Aiguille du Midi und Grands Mulets vom Petit Plateau aus

Nach kurzem Schlummer seilen wir uns kurz nach 1 Uhr nachts vor der Hütte bei Laternenschein wieder aneinander und dann geht es über die Firnfelder zuweilen sehr steil in die Höhe, die wir gestern noch vor uns liegen sahen. Über einige Firnspalten kommen wir auf Schneebrücken leicht hinweg, da der Schnee noch fest gefroren ist. Die brennende Laterne, die uns anfangs die Stelle beleuchtete, auf welche gerade unser Fuß gesetzt werden muß, erlischt in dem starken Winde, der sich erhoben hat. Wir brauchen sie aber auch nicht mehr, da sich unser Auge an die Dämmerung gewöhnt hat und zudem das Flimmern der unzähligen Sterne einen schwachen Lichtschein verbreitet. Auf dem Petit Plateau in 3680m Höhe ist die Steigung geringer, wir halten nach dem anstrengenden Steigen, das uns totz der großen Kälte warm gemacht hat, einen Augenblick inne und werfen einen Blick nach rückwärts. Aus dem Chamonix-Tale sehen wir die Lichter heraufblitzen, und über den Grands Mulets (links unten in diesem Bilde) zeichnen sich die Felswände der Aiguilles du Midi von dem dunklen Himmel ab, sie sind so schroff, daß nur in ihren Einfurchungen der Schnee haften bleibt. Geisterhaft ist der Anblick, wenn gerade der Mond sein Licht auf die Zacken wirft. Mont Blanc, mountain chain, Aiguille du Midi and Grands Mulets, view from Petit Plateau, history, historical, Carl Simon, hand coloured glass slide, minimum price: 50,-- licence

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